Category Archives: Einrichtungen geplant

Secondhand-Plattform

Das Wohnnetz betreibt eine digitale Secondhand-Plattform, z.B. in Form eines grossen Gruppenchats nach dem Vorbild der Unkommerziellen Marktplätze auf Telegram, die sich in verschiedenen Städten der Schweiz grosser Beliebtheit erfreuen. Ob gratis oder günstig – nicht mehr Gebrauchtes soll möglichst schnell eine:n neue:n Besitzer:in finden! Einfach ein Foto mit den wichtigsten Infos in den Gruppenchat posten und Interessierte werden sich bei dir melden.

Auto

Das Wohnnetz ist aus ökologischen Gründen bestrebt, Autofahrten auf ein Minimum zu reduzieren. Trotzdem gibt es Situationen, in denen ein Auto / Büssli unglaublich praktisch ist. Wenn dieses gemeinsam genutzt wird, spart man erheblich Kosten und reduziert die Umweltbelastung.

Arbeitsraum

Das Wohnnetz hat einen Arbeitsraum, ausgerüstet mit allem, was es dazu braucht: Steckdosen für den eigenen Laptop, einen Drucker und eine Kaffeemaschine. Vielleicht gibt es darin einen Bereich, in dem man still sein muss und einen, in dem man reden darf – so ist für alle Bedürfnisse was dabei.

Erste Hilfe-Station

Der grosse Apotheken-Koffer enthält viele rezeptfreie Medikamente und Verbandsmaterial. So muss nicht jeder Haushalt seine eigene Salbe gegen Insektenstiche besitzen. Und erst noch: Die Apotheke wird von einer medizinisch kompetenten Person aus der Bewohnerschaft betreut, von der man sich beraten lassen kann!

Grüner Treffpunkt

In unmittelbarer Umgebung der Wohnungen soll als Treffpunkt und Entspannungsort eine kleine grüne Oase entstehen. Wem das nicht reicht ist in wenigen Gehminuten auf der Flötzli-Wiese, an der Thur oder in den Hügeln und Wäldern des Toggenburgs! Auch Möglichkeiten zum alleinigen oder gemeinsamen Gärtnern gibt es im direkten Umkreis mehrere.

Werkstatt

Die Werkstatt (ausgerichtet auf Holz- und Metallbearbeitung) kann sowohl in künstlerischer (z.B. Schnitzen einer Skulptur) als auch in pragmatischer Absicht (z.B. Flicken eines Velos) genutzt werden. Idealerweise mit fachlicher Betreuung zu bestimmten Zeiten. So erübrigt sich ausserdem, dass jeder Haushalt sich ein eigenes Arsenal hält – wer zwei 4mm-Kunststoffdübel oder eine Rohrzange braucht, holt sie sich einfach schnell in der Werkstatt.

Leihsystem

Das Leihsystem ist simpel, aber äusserst hilfreich: Wenn Bewohner:innen etwas Tolles besitzen, das man aber nur ab und zu braucht (z.B. Schneeschuhe oder ein Raclette-Ofen), tragen sie es in ein digitales Leihsystem ein (analog z.B. der App Sharely). So können andere Bewohner:innen anfragen, ob sie den Gegenstand auch mal (gratis oder gegen eine kleine Gebühr) nutzen dürfen. Beliebte Gegenstände (z.B. eine Bohrmaschine) können auch vom Wohnnetz direkt angeschafft werden. Solche unkommerziellen «Library of Things» erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und werden z.B. in Basel als Leihlager oder in Bern als LeihBar erfolgreich betrieben.

Übrigens: Das Leihsystem geht über Gegenstände hinaus! Die Bewohner:innen sind angehalten, auch besondere Kompetenzen (z.B. Computer-Probleme lösen) aufzulisten. So wissen alle, wen sie bei Bedarf um einen Gefallen (umsonst oder gegen eine kleine Entschädigung) bitten können. Niemand muss alles besitzen oder alles können – denn beim Wohnnetz hat man Zugang zu einem grossen, teilenden Netzwerk!

Versorgungsbasis

Die Versorgungsbasis des Wohnnetzes bietet 24/7 in Selbstbedienung (analog z.B. dem Mini.Bierladen / Toggenburgshop in Lichtensteig) Grundnahrungsmittel und wichtige Haushaltsartikel zum Selbstkostenpreis an, wie das auch in anderen Genossenschaften, wie z.B. dem GemeinSaftladen in Bern erfolgreich gemacht wird. Dabei unterscheidet sie sich durch folgende Aspekte von einem gewöhnlichen Laden:

  • Umwelt- und Sozialstandards: Als Konsument:in kann man sich sicher sein, dass die angebotenen Produkte nicht mittels Ausbeutung von Natur und Arbeiter:innen hergestellt wurden. Das mühsame Kämpfen durch den Label-Dschungel entfällt also.
  • Mengenvorteil und Reduktion des Verpackungsabfalls: Das Angebot ist grundsätzlich unverpackt. Abfüllen kann man in eigene Mehrweg-Behälter oder in solche der Versorgungsbasis mit Pfand. Durch die grösseren Einkaufsmengen (z.B. ein 25-Liter Kanister Olivenöl statt einzelne 0,5-Liter-Flaschen) ist das Angebot vergleichsweise günstig. Der Grund warum dies in einigen derartigen Läden nicht der Fall ist, liegt auch an deren gehobene Ästhetik – im Gegensatz dazu ist die Versorgungsbasis auf Effizienz ausgelegt.
  • Kein Foodwaste: Verderbliche Artikel werden gegen Ende ihrer Haltbarkeit konsequent heruntergeschrieben oder notfalls verschenkt, sodass keine Lebensmittelverschwendung entsteht.
  • Vertragslandwirtschaft: Das Wohnnetz schliesst einen direkten Abnahmevertrag mit einem (Bio-)Bauernhof in der Umgebung ab. Dieser beliefert die Versorgungsbasis wöchentlich mit Körben, die ein regionales und saisonales Angebot an Gemüse und Früchten enthalten. Die Haushalte können ihren Korb nun hier abholen kommen – ein schon lange erfolgreiches System, wie z.B. der Birsmattehof bei Basel zeigt.

Ein solches Konzept hat erfahrungsgemäss seine Mühe in Konkurrenz zu den bequemen Billigprodukten der Grossverteiler. Deshalb wird beim Wohnnetz allen Bewohner:innen mit der Miete ein gewisser Fixbetrag verrechnet, den Sie als Gutschein in der Versorgungsbasis einsetzen können – sozusagen als finanzieller Anreiz, einen Teil ihrer Grundversorgung nach den Idealen des Wohnnetzes zu decken.