Das Leihsystem ist simpel, aber äusserst hilfreich: Wenn Bewohner:innen etwas Tolles besitzen, das man aber nur ab und zu braucht (z.B. Schneeschuhe oder ein Raclette-Ofen), tragen sie es in ein digitales Leihsystem ein (analog z.B. der App Sharely). So können andere Bewohner:innen anfragen, ob sie den Gegenstand auch mal (gratis oder gegen eine kleine Gebühr) nutzen dürfen. Beliebte Gegenstände (z.B. eine Bohrmaschine) können auch vom Wohnnetz direkt angeschafft werden. Solche unkommerziellen «Library of Things» erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und werden z.B. in Basel als Leihlager oder in Bern als LeihBar erfolgreich betrieben.
Übrigens: Das Leihsystem geht über Gegenstände hinaus! Die Bewohner:innen sind angehalten, auch besondere Kompetenzen (z.B. Computer-Probleme lösen) aufzulisten. So wissen alle, wen sie bei Bedarf um einen Gefallen (umsonst oder gegen eine kleine Entschädigung) bitten können. Niemand muss alles besitzen oder alles können – denn beim Wohnnetz hat man Zugang zu einem grossen, teilenden Netzwerk!